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  • Franz

Flugabenteuer


New York

Der Wecker klingelte 4.45 Uhr, 5.15 fuhr uns Astrid total selbstlos noch vor der Arbeit zum Bahnhof von wo aus wir dann mit dem Zug zum Flughafen Schiphol fuhren. Wir hatten zwar ganz schön viele Gepäckstücke (3 Reisetaschen, 2 Handgepäckrucksäcke, einen hufschweren unförmigen Flugzeugkindersitz und 2 kleine Kinder) doch irgendwie fand alles seinen Weg sowohl in den Zug als auch wieder heraus und zum Check-In Schalter. Der Check-In klappte sehr gut, die Sicherheitskontrollen auch und schwupps saßen wir in einem United Airlines Flugzeug nach New-York. Ging dann doch leichter als gedacht. Das Essen war gut und die Kinder fast wie unser Handgepäck – einige andere Passagiere meinten noch: ihr habt ja unglaublich brave Kinder 😊


In New-York hatten wir 3 Stunden zum Umsteigen, das war möglich aber kann durchaus knapp sein. Im Vorfeld mussten wir so einen tollen ESTA-Antrag ausfüllen obwohl wir nur einen Transit-Flug hatten (was für ein Witz und sinnfreie Zeit- und Geldverschwendung aber das muss irgendwie jeder der in, durch, über oder unter den USA durchfliegt). In New York mussten wir unser Gepäck abholen und neu einchecken. Clevererweise musste man die Gepäcktrolleys hier bezahlen, wir hatten jedoch weder Dollar noch funktionierten aus unerklärlichen Gründen meine Kreditkarten nicht. Hilfe durch herumlungernde Angestellte zu erbetteln war nahezu unmöglich, ging dann am Ende aber doch irgendwie als ich schon fast mit der Hälfte des Gepäcks losgelaufen war. Keine 20 m später wurde das Gepäck lustlos auf ein Band geschleudert und fuhr davon. Wir gingen einfach weiter und kein Mensch interessierte sich für unsere Taschen. Wozu der ganze Aufriss? Naja, manche Dinge kann man sich vielleicht einfach nicht logisch erklären. Anschließend wieder durch die Sicherheitskontrolle, Nacktscanner etc. Alle Handgepäckstücke wurden penibel untersucht bis wir dann pünktlich am Gate standen.


Von hier ging es dann in gut 5 Stunden nach Panama, wo wir leider etwa 20 Stunden Aufenthalt hatten. Der Flug verlief wieder ruhig, sowohl außerhalb als auch innerhalb des Flugzeuges. In Panama hieß es, wir müssen unser Gepäck wieder abholen. Eigentlich dachten wir es wird durchgecheckt aber dem war offenbar nicht so. Hier wieder das gleiche Problem mit den Trolleys. Sehr merkwürdig mit der Kreditkarte obwohl sie für die jeweiligen Länder freigeschalten war. Es war etwa 19 Uhr und unser Plan war von Terminal 1 zu Terminal 2 mit dem Shuttle zu gelangen, das Gepäck wieder einzuchecken, durch die Sicherheitskontrollen und ab in eine Lounge. Ruhig, Buffet, ein paar Stunden schlafen.


Ein Satz mit X, das war wohl nix. Wir verließen den Flughafen zum Shuttlebus und es hätte mich fast erschlagen…33°C und bestimmt 90% Luftfeuchte. Im Terminal 2 angekommen war alles wie bei Resident Evil. Kein Mensch da, totenstille, nur das Licht war an. Wir suchten einen Angestellten von Copa Airlines und erklärten ihm unsere Lage. Er meinte daraufhin, dass wir das Gepäck nicht abgeben könnten, da unser Flug erst am nächsten Tag ist. Diskutieren half nicht aber wir bekamen den Hinweis, es gäbe in der Nähe ein günstiges Hostel, wo wir eine Mütze Schlaf nehmen können.


Schnell mit dem Taxi zum Hostel, aufs Zimmer und hinlegen – nix wars. Unsere unglaublich lieben und ruhigen Kinder merkten, dass sie nicht mehr im Flugzeug sitzen mussten. Also mussten sie spielen - logisch. Und zwar die ganze Nacht. Wir wechselten uns also ab, einer schlief etwas, der andere passte mit einem Auge auf. Am nächsten Tag brachte uns der Hostelbesitzer mit einem Kleinbus wieder zum Flughafen und wir konnten wie schon zweimal auf der Reise unser Gepäck abgeben, durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate um den letzten Flug nach Montevideo anzutreten. Und siehe da, auf diesem Flug schliefen sowohl Kinder, als auch Mama fast die ganze Zeit. Auf den anderen beiden Flügen jeweils nur ein verlängerter Mittagsschlaf. Mit schwante böses, nämlich dass wir in Montevideo nachts halb 1 ankommen, abgeholt werden, zu unserem Ferienhäuschen fahren und die Kinder «ausgeschlafen» sind. Ich nehme es vorweg – es war zum Glück aller Beteiligten nicht so 😊


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