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Andalusien

Aktualisiert: 17. Aug. 2022


Kitesurfen nahe Tarfa

In Benahavís fühlten wir uns schon fast wie Dauercamper, so lange, wie wir dort standen und uns ausgebreitet hatten. Der dortige Imker, der seine Bienen keine 200 m entfernt stehen hatte kannte uns bereits und grüßte uns immer freundlich. Aber man muss ja auch mal etwas anderes sehen, als immer nur die gleichen Bäume um einen herum (außerdem war das Feuerholz langsam aufgebraucht).


Wir fuhren nochmals nach Ronda um uns die Stadt in Ruhe anzuschauen und übernachteten sozusagen unterhalb der Puente Nuevo (das Wahrzeichen Rondas). Einen besseren Platz hatten nicht mal die Gäste des besten Hotels in Ronda 😉 Nach einem vormittäglichen Stadtbesuch brachen wir Richtung Südwesten auf und planten die kommende Schlechtwetterfront nicht direkt an der Küste, sondern etwas im Landesinneren abzupassen. Leider holte uns der Regen schon während eines kurzen Duschstopps in Jimena de la Frontera ein und wir beschlossen in der nahegelegenen Área Recreativa den Regen abzuwarten. Áreas Recreativas sind in der Regel hervorragende Schlafplätze mit Grillstellen, Frischwasserhähnen und Parkplätzen in der Natur. Hier erwies es sich allerdings schwieriger als gedacht, denn erstmals gab es keine Parkplätze und wir mussten sozusagen mitten auf der Straße innerhalb der Picknickplätze stehen. Aber bei dem Wetter musste dort auch keiner vorbei.


Die Kinder hatten auf jeden Fall Spaß im unersättlichen Dauerregen in Vollschutz und matschten was das Zeug hielt. Die Männer waren für die Wasserversorgung oder besser für die optimale Wasserabfuhr in unserem kleinen Camp zuständig. Das war nicht ganz einfach aber am Ende konnten wir das meiste Wasser seitlich um die Busse herumleiten. Als der Regen wieder nachließ brachen wir Richtung Algeciras und dann weiter nach Tarifa auf, denn nicht weit nördlich von Tarifa gibt es hervorragenden Sandstein. Auf dem Weg wurden die Vorräte wieder aufgefüllt und Wasser getankt. Je näher wir Tarifa kamen umso mehr konnten wir von dem Kontinent sehen, zu dem wir eigentlich einst aufbrachen. Ursprünglich wollten wir auf dem schnellsten Weg nach Marokko und dort zwei bis drei Monate verbringen. Daraus wurde leider nichts, da es irgendwelche unsinnigen politischen Unstimmigkeiten gab, sodass keine Fähren fuhren und somit auch keine Urlauber, Vanlifer und sonstige Touristen befördert wurden.


Nahe Bolonia erreichten wir das Klettergebiet am Abend und starteten am nächsten Tag recht früh zum Klettern. Nach etwa 10 Minuten erreichten wir die Felsen. Feinster fester Sandstein, ausgestattet mit Bohr und Klebehaken und absolut kinderfreundlich mit viel ebener Fläche am Wandfuß. Es war ein wunderbarer Tag, anfangs allein, später mit jeder Menge anderer Kletterer, die dieses Gebiet ebenfalls gern hatten. Nachdem der Klettererparkplatz, auf dem wir die vorherige Nacht geschlafen hatten weder eben noch vor der Polizei sicher war fuhren wir am Nachmittag runter an den Strand von Bolonia. Dort standen schon eine Menge anderer Wohnmobile und Busse und Übernachtungsgäste schienen geduldet zu sein.


Es waren die ersten zusammenhängenden sonnigen Tage und Juliane kam auch endlich in den Genuss, Kitesurfen zu gehen. Ich war dafür am nächsten Morgen zu einem kleinen Lauf aufgebrochen, der sich als etwas größerer Lauf entpuppte und nach 2 Stunden und 500 hm war ich leicht verspätet wieder am Bus um weiter Richtung Sevilla zu fahren. Unsere tschechischen Freunde wollten langsam aber sicher gen Frankreich fahren und wir auch irgendwann noch nach Portugal an die Algarve. Wir verbrachten zwei letzte Tage zusammen an einem Stausee etwas nördlich von Sevilla und fuhren dann in unterschiedliche Richtungen weiter. Es war eine sehr schöne gemeinsame Zeit, die wir nicht so schnell vergessen werden und ein Wiedersehen in Tschechien ist fest für den Herbst eingeplant.



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